Unsere aktuelle Sonderausstellung

Liebe Besucher,

ab 4. Mai dürfen die Museen in Sachsen wieder öffnen und so stehen die Museumstüren auch in Niesky wieder für die Besucher offen.

Bis auf weiteres jedoch noch mit eingeschränkten Öffnungszeiten und bestimmten Auflagen.

Die ursprünglich ab 17. Mai geplante Sonderausstellung „Von Niesky aus in die weite Welt – Bilder und Zeichnungen von Hermann Wirth (1877-1956)“ muss Corona bedingt in den Herbst verschoben werden. Dafür wird die Ausstellung  „Momentaufnahmen – Niesky 1949-1989“ bis 30. August verlängert. 

                                      

Öffnungszeiten Johann-Raschke-Haus (Museum und Touristinformation):

Montag: 14-17 Uhr,  Dienstag: 10-13 Uhr, Donnerstag:  14-17 Uhr, Sonntag: 14-17 Uhr   (Mittwoch/Freitag/Samstag: geschlossen)

"Momentaufnahmen"

Niesky 1949-1989

In der neuen Sonderausstellung im Johann-Raschke-Haus können Sie anhand zahlreicher Fotografien beobachten, wie sich das Stadtbild von Niesky während der DDR-Zeit verändert hat. Fotografien aus vier Jahrzehnten dokumentieren Momente aus der Stadtgeschichte.  

Die wenigen Fotografien aus den ersten Nachkriegsjahren vermitteln uns heute ein erschütterndes Bild. Ruinen über Ruinen prägten das Bild der Stadt. Etwa 100 Wohnhäuser, öffentliche Bauten und Industrieanlagen waren vernichtet oder schwer beschädigt. Trotz zahlreicher Entbehrungen vereinte die Nieskyer der starke Wille zum Wiederaufbau. Zunächst begannen die Menschen mit den Aufräumarbeiten, die Trümmer der zerstörten Gebäude mussten abgetragen werden.

In der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre ging der Wiederaufbau zügig voran. Am 7. Oktober 1959, anlässlich des 10. Jahrestages der DDR, fand die feierliche Schlüsselübergabe des ersten neuen Wohnblocks am Zinzendorfplatz/Ecke Poststraße statt. Stolz war man damals auf die modernen Läden im Erdgeschoss. Zwei Jahre später war dann auch die gegenüberliegende Straßenseite einschließlich Friseursalon und Volksbuchhandlung fertiggestellt.

Da die Lösung der Wohnungsnot allein durch den staatlichen Wohnungsbau aussichtslos war, hatte sich auch in Niesky eine Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft gegründet. Im Stadtgebiet entstand in den 1960er-Jahren eine große Anzahl von AWG-Bauten, bei denen die Familien der Wohnungsbewerber den Neubau tatkräftig mit Aufbaustunden unterstützten.

In den 1970er-Jahren erregten Nieskyer Bauleute und Ingenieure mit ihren Experimentalbauten republikweit große Aufmerksamkeit. Aus vorgefertigten Raumzellen entstanden im Stadtgebiet eine Reihe von Wohn- und Sozialbauten.

Trotz der regen Bautätigkeit stand das Wohnungsproblem noch bis zum Ende der 1980er-Jahre. Allein in Niesky fehlten 1989 noch 250 Wohnungen. Für den Bau der Neubaublöcke auf der Ringstraße, Gottesackerallee und Ödernitzer Straße wurden in diesem Zeitraum fast alle noch vorhandenen alten Häuser abgerissen.   Die Ausstellung zeigt Fotografien aus dem Museumsfundus, welcher in den letzten Jahren mit Hilfe unseres Geschichtskreises und zahlreicher Nieskyer permanent gewachsen ist. Seien Sie gespannt und tauschen Sie Erinnerungen aus.

1950er AufrumarbeitenanderPoststrae1 1960er Zinzendorfplatz1 1970er GrlitzerStrae1 1980er Kino1


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